Zwei Öfen an einem Schornstein klingt praktisch, ist rechnerisch aber anspruchsvoll. Die zweite Feuerstätte bringt zusätzlichen Abgasmassenstrom, verändert das Temperaturprofil und beeinflusst den verfügbaren Zug für beide Geräte. Ob das funktioniert, hängt von Querschnitt, Höhe, Anschlusspositionen und den Leistungsdaten beider Feuerstätten ab.
DruckZugPro berechnet die Mehrfachbelegung nach DIN EN 13384-2 und zeigt, ob der Schornstein beide Geräte verkraftet.
Highlights
- Berechnung nach DIN EN 13384-2 für zwei Feuerstätten an einem Zug.
- Beide Anschlusspositionen und deren Höhendifferenz werden berücksichtigt.
- Ergebnis zeigt den Betriebszustand jedes Geräts einzeln und im Parallelbetrieb.
So funktioniert es
- Erste Feuerstätte eingeben (aus Datenbank oder manuell).
- Zweite Feuerstätte hinzufügen mit Anschlussposition am Schornstein.
- Schornstein beschreiben (Gesamthöhe, Querschnitt, Material).
- DruckZugPro prüft alle Betriebskombinationen: nur Gerät 1, nur Gerät 2, beide gleichzeitig.
FAQ
Welche Kombinationen sind typisch?
Häufig: Kaminofen im Wohnzimmer und Kachelofen oder Küchenherd im Erdgeschoss am selben Zug. Oder ein Kaminofen zusätzlich zur bestehenden Zentralheizung (wenn der Schornstein dafür zugelassen ist).
Gibt es eine Obergrenze für die Gesamtleistung?
Keine pauschale Grenze, aber der Schornstein muss die Summe der Abgasströme bewältigen können. Entscheidend ist der Querschnitt: Zu eng, und der Widerstand steigt so stark, dass ein oder beide Geräte nicht mehr ausreichend Zug bekommen.
Darf ich Holz- und Gas-Feuerstätte an einen Schornstein anschließen?
In der Regel nicht. Die Feuerungsverordnungen der Länder schreiben für Gas- und Festbrennstofffeuerstätten getrennte Züge vor. DruckZugPro berechnet die Strömungstechnik, aber die baurechtliche Zulässigkeit muss separat geprüft werden.